Für Health Startups

Branding & Design für Health Startups

Für Medtech-, Digital-Health- und HealthTech-Startups: ein Auftritt und ein Produkt-Design, das im Investor-Pitch, im Krankenhaus-Einkauf und im technischen Dossier gleichermassen trägt. Zwischen Startup-Geschwindigkeit und regulatorischer Realität, dort wo die meisten Health Startups sich verzetteln.

Ein Health Startup lebt in zwei Welten gleichzeitig, die miteinander wenig zu tun haben. Auf der einen Seite die Startup-Welt: Runway, Seed- und Series-A-Investoren, ein MVP der wöchentlich neue Features bekommt, ein Pitch-Deck das Wachstum verkauft. Auf der anderen Seite die Health-Welt: Klinische Evaluation, Benannte Stelle, Post-Market Surveillance, ein CE-Kennzeichen das über den Marktzugang entscheidet, Einkäufer:innen in Kliniken die konservativ sind und über Jahre entscheiden. Ein Design-Auftritt, der nur eine der beiden Welten bedient, verliert am anderen Ende.

Die meisten Health Startups lösen diese Spannung falsch: entweder sie sehen aus wie ein Consumer-B2C-Startup (grelle Farben, Emoji-freundlicher Ton, „change healthcare forever" im Pitch Deck), was Kliniken sofort abschreckt und die Benannte Stelle skeptisch macht, wenn dieselbe Sprache in der Gebrauchsanweisung wieder auftaucht. Oder sie kippen ins konservative Corporate-Medtech-Register (blau-graue Farbwelt, generisches Stockfoto einer Ärztin am Tablet, LinkedIn-Sprache), was Investoren die Frage stellt, warum sie in eine Firma investieren sollen, die aussieht wie ein Siemens-Healthineers-Ableger.

Wir gestalten für Health Startups einen Auftritt, der die Brücke sauber baut: seriös genug, dass Kliniken und Regulatoren euch ernst nehmen, ambitioniert genug, dass Investoren die Wachstumsstory sehen, und präzise genug, dass ihr im technischen Dossier keine Widersprüche produziert. Konkret heisst das: eine Markenidentität die im Pitch-Deck vor VCs, in der IFU (Instructions for Use) und im ausgedruckten Klinik-Dossier funktioniert.

Wenn ihr ein Medizinprodukt entwickelt, arbeiten wir MDR-konform: die EU-Medizinprodukteverordnung 2017/745 (MDR) und, für in-vitro-Diagnostika, die IVDR 2017/746 setzen den Rahmen. Alles was zur Nutzung eures Produkts gehört (User Interface, Verpackung, Labeling, IFU, Gebrauchsanweisung, Trainings-Material) fällt unter die Regulierung. Wir kennen die relevanten MDCG-Guidance-Dokumente, arbeiten mit IEC 62366-1 (Anwendung der Gebrauchstauglichkeit auf Medizinprodukte) und IEC 62304 (Software-Lebenszyklus für Medizinprodukte) und liefern die Design-Outputs so, dass sie in eure technische Dokumentation direkt einfliessen können, statt sie im Nachgang übersetzen zu lassen.

Für den Schweizer Markt haben sich mit dem Ende des MRA-Abkommens 2021 die Rahmenbedingungen verschoben: Swissmedic-Registrierung als Voraussetzung für den CH-Markt, Bevollmächtigter Vertreter (CH-REP) für EU-Hersteller, MedDO als schweizerische Medizinprodukteverordnung. Für Digital-Health-Produkte kommt die HIN-Zertifizierung (Health Info Net) für den Datenaustausch mit dem Schweizer Gesundheitssystem und die EPD-Fähigkeit (elektronisches Patientendossier) hinzu, wenn ihr in die Patientendossier-Landschaft integrieren wollt. All das gehört in eure Kommunikation gegenüber Klinik-Einkäufer:innen, sonst seid ihr nicht evaluierbar.

Für den DACH-Expansionspfad ist der deutsche Markt mit der DiGA (Digitale Gesundheitsanwendung, gelistet im BfArM-Verzeichnis) und der DiPA (Digitale Pflegeanwendung) der zugänglichste Weg zur Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Für DiGA-Antragsteller ist die BfArM-Bewertung nach dem Fast-Track-Verfahren ein eigener Kommunikations-Anlass, den wir in Marketing, Investor-Materialien und Klinik-Kommunikation sauber getrennt aufbereiten.

Beim Produkt-Design selbst arbeiten wir mit Blick auf drei Nutzer-Gruppen: das medizinische Fachpersonal (Ärzt:innen, Pflege, MTRA/MPA), die Patient:innen (die euer Produkt oft in einem stresshaften Zustand nutzen), und die IT-/Einkaufs-Verantwortlichen in Kliniken und Praxen (die über Integration, Sicherheit und Beschaffung entscheiden). Alle drei brauchen andere Informationen zum gleichen Produkt, und alle drei müssen im Design berücksichtigt sein, sonst scheitert ihr an einer der drei Hürden.

Für die Investor-Kommunikation gestalten wir Pitch-Deck-Systeme, One-Pager, Data-Room-Layouts und ein saubertes Executive-Summary-PDF, das die regulatorische Roadmap so darstellt, dass sie als Risiko-Minderung und nicht als Kosten-Belastung wirkt. Ein Series-A-Investor mit Health-Erfahrung sucht genau nach dem: einer Firma, die weiss wo sie regulatorisch steht und die Meilensteine als klare Roadmap darstellt.

Wie wir helfen

01

Investor, Klinik & Benannte Stelle zugleich

Ein Auftritt, der im Pitch-Deck vor VCs funktioniert, im Klinik-Einkauf ernst genommen wird und in der technischen Dokumentation keine Widersprüche produziert.

02

MDR/IVDR-kompatibles Design

UI, Labeling, IFU und Trainings-Material nach MDCG-Guidance, IEC 62366-1 und IEC 62304, mit Design-Outputs die direkt in die technische Dokumentation einfliessen.

03

Schweiz & DACH-Markt mitgedacht

Swissmedic, MedDO, HIN und EPD für die Schweiz, DiGA und DiPA für den deutschen Markt, sauber getrennt in Kommunikation und Positionierung aufbereitet.

Häufige Fragen

Was unterscheidet ein Health-Startup-Branding von einem normalen Startup-Branding?
Die Konsequenz. Ein normales Startup kann seinen Ton frei wählen, ein Health Startup muss ihn in drei parallelen Kanälen halten: Marketing (Kampagnen, Ads, PR), Regulierung (IFU, Labeling, Trainings-Material) und Klinik-Kommunikation (Einkaufs-Dossier, Integration-Whitepaper). Ein zu lockerer Ton im Marketing fällt euch später in der Gebrauchsanweisung auf die Füsse. Wir gestalten so, dass die drei Kanäle dieselbe Sprache sprechen, ohne dass die Marketing-Seite steril wird.
Was macht ihr konkret für die MDR-Konformität?
Wir liefern Design-Outputs, die den Anforderungen an Sicherheit und Leistung nach Annex I MDR entsprechen: klare Symbole nach ISO 15223-1, konsistentes UI nach IEC 62366-1 Usability-Prozess, eine IFU-Struktur nach Annex I §23 MDR, und ein Labeling-System das für alle SKUs und Sprachen skalierbar ist. Die klinische Bewertung, die technische Dokumentation und die Konformitätsbewertung selbst macht euer Regulatory-Team oder ein spezialisierter Partner, wir arbeiten in dieses System zu.
Wie geht ihr mit Usability Engineering nach IEC 62366-1 um?
Wir integrieren die formativen und summativen Usability-Studien in den Design-Prozess, statt sie am Ende als Prüfung dranzuhängen. Task-Analysen, Use-Related-Risk-Assessment und die Verknüpfung zum Risikomanagement nach ISO 14971 laufen mit, und die Design-Iterationen sind so dokumentiert, dass sie im Usability Engineering File aufgehen. Für die summative Studie mit repräsentativen Nutzer:innen arbeiten wir mit spezialisierten Human-Factors-Studios zusammen.
Was ist mit ISO 13485 und dem Design-Kontrollprozess?
Wir arbeiten in eurem Qualitätsmanagementsystem: Design Inputs, Design Outputs, Design Reviews, Design Verification und Design Validation werden dokumentiert und archiviert, wie es ISO 13485 §7.3 verlangt. Wenn ihr noch kein QMS habt (frühe Seed-Phase), empfehlen wir Partner für den Aufbau und arbeiten parallel so, dass die Design-Historie später ins QMS überführt werden kann.
Wir sind ein Digital-Health-Startup ohne Medizinprodukt-Status, brauchen wir das alles?
Nicht in der vollen Tiefe, aber der Klassifikations-Check kommt zuerst: sobald eure Software eine medizinische Zweckbestimmung im Sinne der MDR hat (Diagnose, Prävention, Überwachung, Behandlung), fällt sie in die Regulierung, meistens als Klasse IIa Software. Der Fehler „Wir sind nur ein Wellness-Tracker" ist einer der teuersten in der Branche. Wir klären das mit euch und eurem Regulatory-Team zu Beginn und gestalten entsprechend.
Wie positioniert ihr uns gegenüber Investoren mit Health-Erfahrung?
Wir gestalten die Investor-Materialien so, dass der regulatorische Pfad als Wettbewerbsvorteil und nicht als Kostenblock wirkt. Ein Series-A-Investor mit Digital-Health-Fokus (High-Tech Gründerfonds, Sofinnova, MTIP, Redalpine, wingman.vc, Founderful) sieht sofort, ob ein Team seine Regulierung im Griff hat. Ein sauberer regulatorischer Meilenstein-Plan im Pitch-Deck ist glaubwürdiger als jede Adoption-Kurve.
Was ist mit HIN, EPD und der Integration in die Schweizer Klinik-IT?
Für Digital-Health-Produkte in der Schweiz ist die HIN-Anbindung für den sicheren Datenaustausch mit Praxen und Kliniken oft der Türöffner. Für die Integration ins elektronische Patientendossier braucht ihr eine EPD-Zertifizierung durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle. Wir bereiten diese Punkte in eurem Klinik-Einkaufs-Dossier und in euren Unterlagen so auf, dass Klinik-IT und Einkauf ohne Rückfrage evaluieren können.
DiGA für den deutschen Markt: lohnt sich das?
Wenn euer Produkt in eine der DiGA-Indikationskategorien fällt und ihr die Evidenzanforderungen (positiver Versorgungseffekt, CE-Kennzeichen als Klasse IIa) erfüllen könnt: ja, weil ihr damit direkten Zugang zur Erstattung durch die 74 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland habt. Wir gestalten die BfArM-Antrags-Materialien, die begleitende Investor-Story und die Endnutzer-Kommunikation als drei getrennte Kanäle, die konsistent bleiben.
Übernehmt ihr auch das physische Produkt-Design bei Medical Devices?
Ja, über unser Industrial Design. Wir begleiten das Produkt vom Konzept bis zum produktionsreifen 3D-Modell und arbeiten bei technisch anspruchsvollen Produkten (Elektronik, Aktoren, Sensorik) mit einem Engineering-Partner zusammen. Für regulatorisch relevante Materialien (biokompatible Kunststoffe, Silikon-Komponenten, Sterilisierbarkeit) stimmen wir uns mit eurer Regulatory- und Qualitäts-Seite ab.
Wie schnell habt ihr etwas Vorzeigbares für den nächsten Investor-Termin?
Eine erste vorzeigbare Marke und ein Pitch-Deck-System entstehen in Health Startups typischerweise in vier bis acht Wochen, abgestimmt auf euren nächsten Meilenstein (Fundraising-Roadshow, DMEA, Bio-Europe, LSX, HIMSS). Die vollständige Design-System-Dokumentation für die technische Datei entsteht parallel und ist etwa mit dem CE-Kennzeichen-Ziel synchronisiert.

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Point of Administration, unser Schwesterunternehmen, begleitet die Firmengründung von der Rechtsform bis zur ersten Buchhaltung.

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